pressinfos

  • exposee
  • zum buch
  • kontakt
  • 
    

    exposee

    "die frau im glashaus" ist ein roman, der thematisch rund um kommunikation und deren bedeutung in der gegenwärtigen welt für den einzelnen spielt. dabei wird vor allem aufgezeigt, dass die kommunikation nicht immer reibungslos funktioniert; es gibt miss- und unverständnis. nach und nach wird dem leser klar, wieso die hauptperson sich so schlecht mit anderen menschen verständigen kann: sie ist viel zu sehr mit ihren eigenen gedanken und problemen beschäftigt.

    der roman läuft auf drei verschiedenen ebenen, welche collage-artig zusammengesetzt sind. sie sind formal durch ihre unterschiedlichen schriftarten voneinander zu unterscheiden. die ebene des komputerspiels erscheint in schreibmaschinenschrift. alles was mit dieser ebene zu tun hat, also auch die eingaben, die die hauptfigur in den komputer einspeist, sind in dieser schrift gehalten. die ebene der sozialen kontakte erscheint in serifen. für die ebene der öffentlichen gespräche wird eine serifenlose schrift benutzt. (zum inhalt der einzelnen ebenen siehe weiter unten)

    alles was man zu lesen bekommt, ist enweder "öffentlicher" text (zum beispiel aus den medien, auf werbeplakaten oder gespräche, wie sie beispielsweise in einem tram mitgehört werden können), oder aber gedanken und wortwechsel der hauptfigur. es gibt keinen eigentlichen erzähler. die gedanken der hauptfigur werden mit normaler schrift, die gesprochenen passagen durch kursive schrift dargestellt. geschriebene sprache erscheint in GROSSBUCHSTABEN. ansonsten ist jedoch alles klein geschrieben.

    die verschiedenen ebenen

    das komputerspiel

    die eben des komputerspiels verläuft nachvollziehbar chronologisch, da die hauptfigur im spiel vorwärtskommen muss. es geht in erster linie darum, die frau im glashaus zu finden. dabei stellt sich dann heraus dass es sich bei den wänden ihrer behausung nicht um glas, sondern um spiegel handelt. wenn der spieler dies erkannt hat, kann er das rätsel lösen und ins haus gehen, wo diese frau dann ist. das ziel des spiels ist damit ereicht.

    soziale kontakte

    die entwicklung, welche die hauptfigur durch das spiel erlebt, wirkt über diese ebene des spiels hinaus in jene der sozialbeziehungen. durch gespräche zwischen der hauptfigur und anderen menschen wird hier gezeigt, was für probleme individuen mit der gesellschaft haben, vorwiegend im bereich der verständigung. es werden alltägliche situationen in gesprächen wiedergegeben. dabei kommt zum ausdruck, dass es auch kommunikationsstörungen zwischen einzelnen individuen (also zwischen den verschiedenen personen und der hauptfigur, zurückzuführen auf deren mangelhafte sensibilität --- wie der leser nach und nach selber erkennen kann) gibt. diese könnten mit den erkenntnissen, welche die hauptfigur durch das spiel gewinnt verbessert werden.

    öffentliche gespräche

    als dritte ebene wird die kommunikation gesellschaft--gesellschaft, beziehungsweise die kommunikation zur öffentlichkeit thematisiert, indem gespräche und ähnliches kommentarlos aufgelistet werden. zum beispiel gehören dazu natel-mono-, beziehungsweise -dialoge, werbetexte, geschrei, einzelne wortfetzen, nachrichten, fernsehzapp-satzreste. durch das zusammensetzten können absurde texte entstehen. allerdings werden nur texte zusammengefügt, die auch wirklich zusammenhängend wahrgenommen werden könnten.

    personen

    die hauptfigur

    die hauptfigur kann von der leserin beziehungsweise vom leser nur über dessen eigene gedanken und seine handlungen, soweit sie aus den gesprächen und gedanken hervorgehen, wahrgenommen werden. die figur ist unscharf dargestellt. nichts ist definiert,

    soziale kontakte

    die figuren, die mit der hauptperson in kontakt kommt, bleiben anonym (namenlos und in ihrer individualität nur sehr knapp ausgeführt). die personen werden jeweils nicht neutral eingeführt, sondern immer durch die gedanken der hauptfigur. damit werden sie auch immer mit deren vorurteilen (nicht unbedingt nur im negativen sinn!) gesehen. mit der zeit kann es der leserin oder dem leser aber trotzdem möglich werden, sich von dieser perspektive zu lösen, indem sie oder er lernt, die hauptfigur einzuschätzen und über ihre werturteile hinwegzusehen. damit sollte es ihr oder ihm annähernd gelingen, abzuschätzen, ob etwas objektiv gesehen wahr sein könnte oder ob die Hauptfigur eine situation völlig falsch einschätzt. eine wirklich übergeordnete position oder sichtweise kann vom leser und der leserin jedoch nicht erreicht werden. für die hauptperson sollen die figuren der sozialen kontakte im allgemeinen austauschbar wirken.

    verlauf der geschichte

    im ersten teil wird die situation dargelegt: man bekommt zu wissen, was die hauptperson redet und denkt, was andere leute sagen und dass die hauptfigur ein komputerspiel spielt.

    im zweiten teil (der bedeutend länger ist) spitzt sich die situation zu: die hauptfigur hört immer weniger zu, sie kommt beim spiel an einen punkt, wo es nicht mehr weiter geht und die öffentlichen gespräche werden intensiver (abgehackter, schneller, gestresster). schliesslich findet auf allen drei ebenen ein kollaps statt: der komputer stürzt ab, die öffentlichen gespräche geraten ausser kontrolle und die hauptperson erleidet einen zusammenbruch.

    der dritte teil (wieder kürzer) beginnt mit stille. dann kommt langsam verständigung auf, allerdings auch immer wieder mit rückschlägen. das ende ist offen: es wird nicht klar, ob die hauptfigur sich in zukunft besser wird mit ihren mitmenschen verständigen können, oder ob sie in ihren alten trott verfällt.

    dann kommt noch eine ganz kuze sequenz: der abspann. hier wird eine szene aus dem mittleren teil noch einmal aufgenommen. und es wird gezeigt, was hätte passieren können, wenn die hauptjperson einmal zugehört hätte: sie hätte das rätsel aus dem komputerspiel einfacher lösen können.

    
    

    zum buch

    erschienen 2002 im IDEA Verlag, Edition Pega (http://www.idea-verlag.de)

    isbn: 3-88793-215-3

    verkaufspreis: SFR 26.00

    
    

    kontakt

    verwobenegedanken@gmx.ch
    
    
    
    
    [ home ] [ autorin ] [ die frau im glashaus ] [ weitere texte ] [ presseinfos ] [ bestellen ] [ kontakt ]